(Ein Auszug, Stand 2015)

Leitspruch 

Also lautet der Beschluss, dass der Mensch was lernen muss!
Dazu brauchen wir nicht nur Rechnen, Schreiben, Lesen,
sondern auch ein freundlich Wesen!
Lehrer, Eltern, Schüler können das erreichen,
setzen wir gemeinsam Zeichen!

(frei nach Wilhelm Busch)

Pädagogische Leitgedanken

Leitgedanke LERNEN

· Wir sind eine lernende Schule, die auf neue Fragen Antworten sucht, aber auf Bewährtem aufbaut.

· Wir fördern eigenverantwortliches Lernen und Arbeiten und leiten die Schülerinnen und Schüler zu selbstständigem Denken und Handeln an.

· Von den Schülern erwarten wir, dass sie dafür aufgeschlossen sind und ihre Lern- und Leistungsbereitschaft einbringen.

· Erfahrungsorientiertes Lernen an außerschulischen Lernorten ist für uns ein wichtiger Bestandteil.

Leitgedanke SOZIALES MITEINANDER

· Lehrer, Schüler und Eltern gestalten ihre Schule so, dass sie ein Ort von gegenseitiger Achtung, Fairness und Lust am Lernen ist. Zufriedenheit, Wohlbefinden und Gesundheit werden als grundlegende Werte aller Beteiligten begriffen.

· Gewalt hat in unserer Schulgemeinschaft keinen Platz.

· Lehrer, Schüler und Eltern entwickeln gemeinsam die Schule zu einem Ort des entspannten und offenen Lernklimas.

· Die Bereitschaft und Fähigkeiten zum konstruktiven Zusammenwirken im Team sind wichtige Erziehungsziele in Schule und Elternhaus.

Entwicklungsvorhaben 

Soziales Lernen

Begründung für diesen Entwicklungsschwerpunkt

Schulische Lernprozesse sind untrennbar eingebettet in soziale Erfahrungen. Soziales Lernen findet also immer statt, selbst wenn man den Prozess nicht bewusst gestaltet.

Soziales Lernen ist im Zusammenhang mit der gesellschaftlichen Entwicklung und der daraus resultierenden veränderten Kindheit zunehmend gefordert.

Je stärker sich in der Gesellschaft Tendenzen zur Individualisierung und Entsolidarisierung durchsetzen, desto notwendiger ist es, Soziales Lernen in der Schule systematisch zu fördern.

Unsere Schule soll ein Ort von gegenseitiger Achtung, Fairness, Respekt, Rücksicht und Verantwortung sein.

Gemeinsam möchten wir die Bereitschaft und Fähigkeit zum konstruktiven Zusammenwirken stärken.

 Ziele

Alle Kinder werden bewusst mit dem Thema Soziales Lernen vertraut gemacht.

Sie werden angeleitet demokratisch, fair, respektvoll und interkulturell miteinander zu agieren. Regelbewusstsein und Gemeinschaftssinn sind für uns wichtige Zielkompetenzen.

Maßnahmen

Äußere Maßnahmen:

Rhythmisierung

  • Gleitender Schulanfang
  • Blockstundenmodell
  • JÜL 1-2

Innere Maßnahmen:

  • Offene Unterrichtsformen
  • Teamtraining (geleitetes Training an mindestens zwei Tagen mit Übernachtung in Straußberg mit Teamern [Kooperation] ) in den 3. Klassen
  • Kooperationsvertrag mit „Wolf’s Erlebniswelt“
  • Aufgrund der Hallensituation wird im Zeitraum von den Herbstferien bis zu den Osterferien die dritte Sportstunde  in den Klassen 4 – 6 für Soziales Lernen genutzt. 
  • Klassensprecherwahl ab Klasse 3
  • Wahl eines Vertrauenslehrers
  • Entwickeln und Festlegen von Klassenregeln
  • ein aktives Schülerparlament mit 2 "Assemblies" aller Schüler der 3.-6. Klassen

     

Evaluation

In unseren Klassenleiterteams werden Erfahrungen regelmäßig ausgetauscht. Zum Ende des Schuljahres erfolgt durch die Klassenstufenteams eine Einschätzung der durchgeführten Maßnahmen und der aktuellen sozialen Situation. Hier werden wichtige notwendige Veränderungen und Ergänzungen festgelegt. Rückmeldungen der GEV und des Hortes fließen ein.

 

Förderkonzept

Ziele der Fördermaßnahmen

Allgemeine Ziele

Aufgabe unserer Schule ist es, die Schülerinnen und Schüler durch differenzierte Lernangebote umfassend zu fordern und zu fördern. Besondere Begabungen und Benachteiligungen sollen berücksichtigt werden. Dabei sollen Lerntempo, Leistungsvermögen und Belastbarkeit jeder Schülerin und jedes Schülers beachtet werden. (s. Schulgesetz §14)

Ziele der Förderung leistungsschwächerer Schüler:

·        Versuch der Aufarbeitung fehlender Grundlagen

·        Unterstützung bei der laufenden Stoffvermittlung

Ziele der Förderung leistungsstarker Schüler:

·        Bearbeitung von auch über den Rahmenplan hinausgehenden Themen und Fragestellungen.

Maßnahmen

Folgende Maßnahmen wurden in den einzelnen Klassenstufen ergriffen:

Klasse 1/2 Schulanfangsphase (SaPh)

Die Bildung temporärer Lerngruppen stellt einen wesentlichen Beitrag zur individuellen Förderung dar. Auf der Grundlage von Lernstandsanalysen erhalten Kinder parallel oder auch zusätzlich zum Unterricht gezielte Förderung durch Lehrer in den Bereichen:

·        Basisförderung Mathematik

·        Basisförderung Deutsch/Sprache

·        Basisförderung Grob- und Feinmotorik

Zusätzlich stehen 2 Stunden sonderpädagogischer Förderung pro Lerngruppe zur Verfügung, die von einer Lehrerin in Zusammenarbeit mit dem Förderzentrum erteilt werden.

Lernstandsanalyse, Lernprozessbeobachtung und Dokumentation sowie das Führen individueller Lernpläne (z. B. Lerntagebücher) bilden die Grundlage einer individuellen Förderung und werden im Schülerbogen abgeheftet.

Die temporären Lerngruppen finden überwiegend in einem Raum statt, der eigens dafür eingerichtet wurde und den Kindern eine angenehme Spiel- und Lernatmosphäre bietet. Unser Förderraum trägt den Namen „Oase“.

Für die 2. Jahrgänge sind ebenfalls 2 Differenzierungsstunden pro Lerngruppe fest vorgegeben, um frühzeitig Defizite aufzufangen.

Klasse 3-6

Für die Schüler der Jahrgangsstufen 3-6 finden jahrgangsübergreifende temporäre Lerngruppen statt. Es handelt sich hierbei um ein sog. „Schwerpunktfördern“. Es wurde von den jeweiligen Fachkonferenzen ein gemeinsames Curriculum für die Bereiche „Mathematik“ und „Deutsch“ für die Klassenstufen 3-6 entwickelt. Die Förderstunden liegen möglichst in der 0. Stunde
(7.30 Uhr – 8.15 Uhr).
Dieses Lerntraining findet in folgenden Zyklen statt: Schuljahresbeginn bis Herbstferien, Herbstferien bis Halbjahr, Halbjahr bis Schuljahresende. Auf einem gesonderten Vordruck werden die jeweiligen Fördermaßnahmen dokumentiert und im Schülerbogen abgeheftet.

Leistungsfördern ( PLUS-Kurse ) erfolgt klassenübergreifend für die 3. bis 6. Klasse in Mathematik sowie zusätzlich für die Klassen 5/6 in Deutsch und Englisch: Pro Woche und Fach steht eine Stunde zur Verfügung, mit 12 Schülern pro Kurs. Ausnahme: In der 5. Klasse findet Leistungsfördern Englisch zusätzlich zum Regelunterricht statt, so dass die Schüler 5 Stunden Englischunterricht statt 4 Stunden erhalten.

Sonderpädagogische Förderung

Für Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf (z.B. in den Förderschwerpunkten Lernen und/oder emotional-soziale Entwicklung) gibt es einen Stundenpool. Die Verteilung erfolgt nach pädagogischen Erfordernissen. Die Integrationsstunden finden klassen-/jahrgangsübergreifend parallel zum Unterricht statt. Für diese Schüler wird in Abstimmung mit der Klassenkonferenz ein individueller Förderplan erstellt, der die Lernausgangslage und die Fördermaßnahmen beschreibt sowie die Ergebnisse engmaschig dokumentiert.

Lese-Rechtschreib-Schwäche (LRS)

Eine speziell dafür geschulte Lehrkraft begleitet die Schülerinnen und Schüler während des gesamten Förderzeitraums. Die diagnostischen Ergebnisse sind mit der jeweiligen Deutschfachlehrerin zu dokumentieren und im Schülerbogen abzuheften. Dies gilt auch für Art, Umfang und Dauer der Fördermaßnahmen. Zu Beginn und am Ende eines Schuljahres erfolgt eine Überprüfung der Schülerinnen und Schüler mit Hilfe der Hamburger Schreibprobe und anderer Testmaßnahmen.

 Dyskalkulie (Rechenschwäche)

Geschulte Lehrkräfte führen Dyskalkulietests (z.B. DEMAT) durch und entscheiden über die Einleitung einer Fördermaßnahme.
Dyskalkulie-Förderunterricht wird für die Klassenstufen 3 und 4 angeboten und findet in Einzelarbeit oder kleinen Schülergruppen statt. Es werden losgelöst vom regulären Mathematikunterricht der Klasse grundlegende mathematische Kenntnisse vermittelt. Dabei wird der Zahlenraum bewusst klein gehalten, um durch regelmäßige Lernerfolge das Selbstbewusstsein der Schüler zu stärken. Um größtmögliche und anhaltende Lernerfolge zu erzielen, liegt der Schwerpunkt auf „entdeckendem Lernen“ statt reinem Auswendiglernen. Umfang, Inhalt und Erfolg der Maßnahmen werden am Ende des Schuljahres im Schülerbogen dokumentiert. Ggf. wird der Dyskalkulietest wiederholt, um Lernerfolge zu dokumentieren.

 

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   Grundschule am Karpfenteich